
42thinking - Technisch-philosophische Gedanken
Blog für alle, die gerne mal über den Tellerrand der Gesellschaft, Technik und Philosophie schauen – ohne dabei den Verstand zu verlieren. Mit einer Prise Humor, KI-Zauberei und cleveren Podcasts werden komplexe Themen so aufbereitet, dass sogar der Kaffee vor Neugier heißer wird. Für alle, die nicht nur mitdenken, sondern auch schmunzeln wollen!
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Beiträge (32)

Recruiting, bitte mit Mensch: Warum Algorithmen im Bewerbungsprozess kein Freifahrtschein sind
Ja, ich will den EU-AI-Act, die DSGVO und die ganze hübsche Recruiting-Automation endlich an dem messen, was sie im Alltag anrichten. Denn sobald Algorithmen über Lebensläufe wichten, vorsortieren und Kandidaten wegfiltern, ist das nicht mehr „modernes Hiring“, sondern eine Frage von Transparenz, Re

Das Ende der Eindeutigkeit: Philosophie in MINT-Fächern
Es lohnt sich, vor aller Gegenwartsdiagnose kurz innezuhalten und zu fragen, ob frühere Generationen in dieser Hinsicht nicht klüger waren als wir. An den mittelalterlichen Universitäten gehörte die Artistenfakultät – mit Logik, Metaphysik und Naturphilosophie – zum verpflichtenden Fundament, auf de

Hyperfokus – mächtig, faszinierend und manchmal unheimlich
Wenn in den sozialen Medien über Neurodiversität gesprochen wird, dann landet Hyperfokus fast immer auf der Haben-Seite. Dort wird er als Superkraft gefeiert, als Turbo für Kreativität, Produktivität und außergewöhnliche Leistungen. Ganz ehrlich: Ich verstehe, warum. Ohne Hyperfokus hätte ich vermut

Künstlerkolonien: ansteckende Kreativität statt LinkedIn-Skill
Es gab eine Zeit, da steckte man sich mit Ideen an wie mit einer Erkältung – ungefragt, unvermeidlich, manchmal unangenehm, aber am Ende hatte man etwas davon. Kreativität statt LinkedIn-Skill. Man betrat einen Raum, ohne die Absicht, sich weiterzuentwickeln, und verließ ihn als jemand, der plötzlic

ADHS und Schulsystem: Wenn das System die Diagnose stellt 🎧
Es gibt diese Instagram-Reels, die einem die Empörung schon fix und fertig anliefern, geschminkt, mit Schleife drum und einer Prise moralischer Selbstgewissheit obendrauf, damit man sie nur noch teilen muss, um sich für den Rest des Tages als aufgeklärter Mensch fühlen zu dürfen. Was triggert im Mom

Kevins Apfelaktie – Wirtschaft oder Casino an?
Das Aktiensystem gilt als eine der elegantesten Erfindungen der Wirtschaft. Es verteilt Risiko, ermöglicht Wachstum und verbindet Menschen, die sich sonst nie begegnet wären. Zumindest in der Theorie. In der Praxis ist daraus stellenweise ein Spiel geworden, bei dem Äpfel keine Rolle mehr spielen –

Väter und Neurodivergenz: Hilfreich, hilflos, hoffnungsvoll
Es gibt diese Vatersorte, die im Alltag erstaunlich kompetent wirkt, solange es um WLAN, Steuererklärungen und den letzten nicht verschollenen Ladekabel-Adapter geht. Kaum fällt aber das Wort Neurodivergenz, stehen viele plötzlich da wie ein Mann vor dem IKEA-Regal ohne Nummernschild: äußerlich ruhi

Themenvielfalt Neurodivergenz: Wenn Gehirne nicht im Einheitsmodus laufen
Neurodivergenz ist für mich kein Wellnessbegriff und schon gar kein Sende- oder Reparaturauftrag. Es ist eher die nüchterne Feststellung, dass nicht alle Köpfe nach derselben Bedienungsanleitung arbeiten – und dass genau daraus manchmal ein erstaunlich interessantes, gelegentlich anstrengendes, oft

Neurodiversität – Meinung vs. Studienlage
Wer sich schon länger mit Neurodiversität beschäftigt – und wer diesen Blog liest, tut das vermutlich –, kennt das Phänomen: Man erklärt jemandem, was man gerade erlebt, was das eigene Kind durchmacht, welche Diagnose endlich auf dem Tisch liegt. Und bevor man den Satz zu Ende gesprochen hat, hat da

(Kein) Schlechtes Gewissen – Vom ersten Schrei zur Diagnose
Es gibt Gesprächsrunden, die sich schleichend in kollektive Therapiesitzungen verwandeln. Man sitzt zusammen, Eltern neurodiverser Kinder, trinkt Kaffee, und irgendwann – meistens nach dem zweiten Stück Kuchen – öffnen sich Schleusen. Jemand fängt an. Dann der nächste. Dann alle gleichzeitig. Erlebn

Mischpult der Neurodiversität: Ein Erklärungsversuch 🎧
Es gibt Menschen, die beim Begriff „Neurodiversität“ sofort nicken, weil sie wissen, wovon die Rede ist – und es gibt andere, die dabei diesen charakteristischen Gesichtsausdruck aufsetzen, irgendwo zwischen höflichem Interesse und dem inneren Wunsch, das Thema möglichst schnell wieder zu schließen.

Mietgeld-Märchen: Wie der Staat Vermieter reich fördert
Es ist eine dieser wunderbar deutschen Geschichten, die man eigentlich nicht erfinden müsste, weil die Realität schon so viel absurder ist als alles, was man sich ausdenken könnte: Die Regierung beklagt steigende Sozialausgaben, zeigt besorgt auf die wachsenden Mietzuschüsse und übersieht dabei mit